RenaultZeros Rückspiegel:

Das Jahr 2010 in Wort & Bild des

Renault Zeros Oldie Club Bayern e.V.

 

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Tipps vor dem Winter:

Unsere Oldie-Saison neigt sich unweigerlich dem Ende. Jetzt werden unsere Schätzchen wieder für längere Zeit trocken überwintern.
Viel fahren bedeutet viel Verschleiß. Wenig fahren bedeutet jedoch auch wenig Schmierung.  Lange Standzeiten können Technik und Karosserie deutlich mehr schaden – wenn vorher nicht vernünftig und effektiv vorbehandelt wurde.

 

Hier ein paar Tipps um -ohne Schäden- die kommende Saison gut zu erreichen.

 

1.)       Karosserie 

 

Unsere Schätzchen werden meist nicht als Alltagsautos genutzt und stehen daher ohnehin viel herum. Doch das Schätzchen im Winter einfach in der Garage abstellen reicht nicht. Allein durch die Luftfeuchtigkeit kann angegriffenes Blech weiter rosten. Vor dem Einmotten sollte man daher den Wagen grünlich reinigen. Besondere Kontrolle bei den Innenkotflügeln und der Achse. Da sollten alle Sandablagerungen entfernt werden und anschließend alle relevanten Teile konservieren & die Hohlräume versiegeln. Laub und Schmutz um das Lüftungsgitter und Ventilator der Lüftung entfernen.

 

        2.)     Tank 

 

Auch der Tank kann rosten, wenn er aus Blech ist – nämlich von innen. Vor längerem Abstellen am Besten den Tank volltanken und zusätzlich einen Benzinstabilisator dazugeben. Das Additiv verhindert, dass sich Kondenswasser abscheidet. Das  Benzin altert jedoch auch. Bis zu einem Jahr gibt es jedoch wenig Veränderung.

 

        3.)      Öl

 

Bei längeren Standzeiten drohen auch Schäden am Motor. Daher sollte man einen Spritzer Kriech-Öl in die Zündkerzenbohrungen geben und anschließend das Aggregat regelmäßig per Hand drehen damit die Zylinder und alle anderen relevante Teile mit Öl benetzt werden. Simmeringe und Dichtungen werden somit nicht porös und bleiben geschmeidig und dichten somit weiterhin ab.
Ich empfehle auch vor dem "Winterschlaf" einen Motorölwechsel. Besonders Modelle ohne Ölfilter sollten diesen spendiert bekommen.

 

         4.)       Reifendruck 

 

Die Reifen sind der einzige Kontakt zur Fahrbahn.  Durch das Gewicht des Fahrzeugs drohen Reifenschäden, weil der Luftdruck über die Zeit nachlässt. In der Regel reicht es z.B. einen R4 Reifen um 0.5 Bar zu erhöhen. Alternativ könnte man auch ausgediente Felgen mit den alten Pneus montieren. Reifen, die älter als 10 Jahre sind halten die Luft auch viel besser, da sie immer härter werden.
So können die Profile der „Fahrreifen“ geschont werden. Nicht das Reserverad vergessen. Dies sollte auch immer 0,5 Bar mehr Luftdruck haben.

 

        5.)         Stellplatz

 

Carports sind gar nicht so schlecht wie ihr Ruf. Zwar sind Autos darunter mehr der Witterung ausgesetzt als in einer Garage, doch das Abstellen unter einem offenen Carport ist immer noch besser als eine feuchte Scheune oder feuchte Tiefgarage. In der Klassik Garage könnte auch ein Platz für Dich zu finden sein. Am Besten das Schätzchen trocken einlagern, also die letzte Fahrt vor dem einwintern ohne Regen. Beim Überwintern auf einem Duplex-Parkplatz am besten die Handbremse nicht anziehen und lieber den Renault vor unkontrollierter Bewegung mit ein paar Steinen oder Holzkeilen sichern, damit es sich nicht bewegen kann. Ebenerdig ist ja eh keine Handbremse nötig!

 

        6.)       Bremsen

 

Bremsen leiden nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch bei langen Standzeiten. Bremsanlagen, die mit Silikonbremsflüssigkeit befüllt sind, nehmen mehrmonatige Pausen weniger übel. Wenn die Bremsflüssigkeit älter als zwei Jahre alt ist, sollte man sie vor der ersten Fahrt erneuern.
Bei längerer Standzeit empfehle ich auch das Auto zu starten und beim Fahren die Bremse ein paar Mal kräftig zu betätigen damit auch der Bremssattel gängig bleibt.

 

        7.)    Aufbocken: Pro & Contra

 

Wenn man den Wagen aufbockt, dann am besten unter den Achsen, damit die Achsgummilager nicht über längere Zeit im ausgefederten Zustand belastet werden. Aufbocken ist aber umstritten und gilt bei einigen Monaten Standzeit als übertrieben. Lieber ein paar Mal bewegen!

 

        8.)     Batterie 

 

Die Batterie am besten ausbauen und in einem frostfreien Raum lagern. Während der Standzeit sollte man die Batterie am Besten an ein Ladeerhaltungsgerät anschließen. Unbedingt empfehlen würde ich jedoch den Minus-Pol abzuklemmen. Bei einem warmen Stellplatz hält sie so auch gerne bis 3 Monate.

 

         9.)     Kontrolle des Innenraumes

 

Vor dem Abstellen darauf achten, dass das Fahrzeug innen auch unter den Fußmatten trocken ist. Am besten alle Teppiche kontrollieren, da manchmal auch der Kofferraum überraschend feucht ist. Bei Lagerung in geschlossenen Räumen die Fenster einen Spalt offen lassen – oder ein Entfeuchtungsmittel in das Fahrzeug legen. Diese werden mittlerweile günstig angeboten und halten unseren Renault auch von innen trocken.

 

         10.)        Schutz-Plane

 

Längeres Abstellen im Freien unter einer Plane ist nicht zu empfehlen, da die Plane durch Wind Scheuerstellen auf dem Lack verursachen kann und sich darunter Kondenswasser bilden kann. Eine maßgeschneiderte Schutzhülle gibt es zu kaufen, besonders genial wenn sie dick und weich ist.
Von dünnen billigen Hüllen ist abzuraten, sie eignen sich jedoch als Staubschutz hervorragend in Großgaragen.